Volker Blumenthaler

Steinklang
Duo für Violine und Klavier ( 1982 )

Die Komposition folgt einem physisch-espressiven Programm. Monolithisch gehämmerte Akkorde werden langsam in expandierende Bewegung aufgelöst. Es ist wie das Zerreißen eines hermetischen Kokons oder die Zersprengung eines steinernen Panzers unter großer Kraftanstrengung.
Ermattung. Die melodische Gestik ist gezeichnet von den Folgen der Verausgabung. Nur noch Reste von Bewegung, die Linien erstarren zu einer gläsernen Vision. Eine groteske, närrische Halluzination drängt sich auf.
Vehementer Ausbruch neuer Energien. Die Gestik führt nun nicht mehr den Kampf gegen eine äußere Begrenztheit, birgt allerdings die Spuren einer latenten Zerrissenheit in sich. Am Ende Ansätze zu einem Canto .